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Seine große Liebe
Der Hl. Pio sagte, dass seine Liebe „bitter“ ist. Die Liebe im Hl. Pio bestand aus der Gabe seiner Leiden an Christus für die Brüder. Wir können denken, dass seine Liebe alle Grenzen und Fehler der menschlichen Liebe überwunden hat. In der Liebe für die Brüder war keine Unzulänglichkeit, Egoismus und Widersprüche, welche immer im Menschen, welcher jemanden lieben möchte, existieren. Die Liebe ist eine geheimnisvolle und göttliche Kraft, welche den Menschen fähig macht, mit Heiterkeit und Leichtigkeit die grossen Leiden, welche in der Welt sind, zu ertragen. Die Grenzenlosigkeit der Leiden des Hl. Pio, hätte nicht ertragen werden können, wenn in seiner Liebe Unzulänglichkeiten der menschlichen Liebe gewesen wären. Die „bittere“ Liebe des Hl. Pio hat sich in die Geschichte jedes Menschen eingefügt, wo die Sünde die Beziehung mit Gott zerstört hat und hat eine konkrete Hilfe angeboten, welche jeden von uns zur Entscheidung führt, an der Sünde zu verzichten und zu Gott zurückzukehren. Nur Jesus konnte das Lösegeld für alle zahlen, weil er Mensch und Sohn Gottes war. Als sich das Opfer des menschlichen Lebens des Hl. Pio mit dem Opfer Jesu vereinte, hat es einen grenzenlosen Wert bekommen, weil Jesus es zu seinem eigenen Opfer werden liess. Indem er die Arme am Kreuz Christi ausbreitete, hat uns der Hl. Pio alle umarmt. Jesus hat uns alle am Kreuz gerettet. Der Hl. Pio hat auf sich die Verantwortung unserer Sünden genommen und hat sie am Kreuz Christi gesühnt. Da der Hl. Pio am Kreuz an unsere Stelle getreten ist, waren wir in ihm. Wir waren alle dort, als Jesus gelitten hat um uns zu retten und der Hl. Pio hat mit ihm gelitten. Der Hl. Geist gab ihm die Gabe, gegenüber dem Gericht des himmlischen Vaters an unsere Stelle zu treten. Und diese Stellvertretung ist durch eine geheimnisvolle Kraft der Liebe gekommen, mit welcher er uns geliebt hat. Diese Gabe konnte nur von Gott kommen. Wegen dem ist der Hl. Pio, zusammen mit Jesus und Maria, in den Heilsplan Gottes und die messianische Berufung Jesu getreten. Als er während der Hl. Messe die Worte Jesu gesprochen hat: dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird, hat der Hl. Pio seinen Leib zusammen mit dem Leib Jesu als Opfer für uns hingegeben. Der Hl. Pio wollte nur leben, weil er wusste, dass wir seine Hilfe nötig haben. Seine Liebe vereint uns mit ihm und er weiht uns in der Wahrheit zu Christus. Oft, wenn ihn jemand gefragt hat, sein geistliches Kind werden zu können, fügte er, nachdem er ja gesagt hat, hinzu: Lass mich vor Gott keine schlechte Figur machen. Er verlangte von uns die Treue in der Beständigkeit der Umkehr, und er sorgte sich dafür, in unserer Geschichte den gleichen Weg des Heils zu gehen, welchen Christus für uns vorgezeichnet hat. Der Weg des Heils führt auf Kalvaria, wo die Kreuzigung und die Auferstehung geschieht. Seine Liebe zu uns verwirklicht sich also in zwei Richtungen. Die erste ist diese: Er vereint sich mit uns, um uns in der nötigen Sühne für unsere Schuld zu helfen. Er tritt auf unsere Stelle, wo ihm Gott erlaubt, unsere Schuld auf sich zu nehmen. Wo er nicht auf unsere Stelle treten kann, stellt er sich an unsere Seite und hilft uns mit der Kraft seiner Liebe, um jenes Kreuz zu tragen, welches Gott jedem Menschen auf der Erde gegeben hat. Jesus ist das Sühnopfer für unsere Sünden, nicht nur für unsere, aber für jene der ganzen Menschheit. Die Erlösung hat nur einen universellen Sinn. Diese Wahrheit des Glaubens erfordert die Teilnahme eines jeden Menschen am Opfer Christi. Jeder Mensch muss mit Christus mitarbeiten für die Rettung der Welt. Dieses Gebot kommt vom Hl. Paulus für alle Christen: „Ich ergänze an meinem Leib, das was an den Leiden von Christus noch fehlt. Ich mache es einzig und allein für seine Kirche“. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. Der Hl. Pio hat nur der Kirche gehorcht, welche von uns verlangt, unser Leben für die Brüder zu opfern. Jesu hat ihm seine Liebe gegeben, damit das Opfer des Lebens im Hl. Pio ein wesentlicher Teil seiner Kreuzigung werde. Das Opfer des Hl. Pio, welches sich mit jenem von Christus vereint, wird zum Instrument der Versöhnung zwischen Gott und uns. Gott liebt uns in Jesus und Maria, jetzt liebt er uns in Jesus, Maria und dem Hl. Pio. In der Verehrung des Hl. Pio können wir eine neue Vision der barmherzigen Liebe Gottes entdecken. Der Hl. Pio baut durch seine „bittere“ Liebe in unserer Spiritualität die Bedingungen auf, damit wir mit größerem Vertrauen die Liebe Jesu und Mariens verstehen und sie annehmen. Tatsächlich wissen wir, dass der Glaube der Weg der Teilnahme des Menschen am Heil ist. Der Glaube also, so wie das Heil, entspringen aus dem Kreuzesopfer, aus diesem Grunde können wir denken, dass unser Heil aus jenem Kreuzesopfer entspringt, in welches Gott das Opfer von Maria und des Hl. Pio eingefügt hat. Jesus hat in seinem Opfer die Leiden seiner Mutter und des Hl. Pio angenommen und hat sie umgewandelt in sein einzigartiges und universelles Opfer. Der Hl. Pio hat seine Leiden Jesus gegeben und Jesus hat diese Leiden sich zu eigen gemacht, so wie er sich unsere Sünden zu eigen gemacht hat. Er wollte, dass wir uns alle mit seiner rettenden Passion vereinen, durch unsere himmlische Mutter und durch den Hl. Pio. Der Hl. Pio hat also ein noch tieferes Band zwischen uns und der Rettung Christi geschaffen. Die Leiden des Hl. Pio hatten den erlösenden Wert nur darum erworben, weil Jesus seine Leiden in die seinen eingefügt hat. In der Tat gibt es keinen anderen Retter außer Jesus. Der Evangelist Markus schreibt im Kapitel 8, dass Jesus all jene einlädt, welche ihn lieben, um an seiner Kreuzigung teilzunehmen. „Wer mir nachfolgen möchte, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“. Der Hl. Pio wollte mit seinem ganzen Leben diese Einladung des Herrn annehmen. Er hatte Glauben und Mut in der Annahme des Wortes Gottes. Jesus hat ihn mit außergewöhnlichen Gaben bekleidet, damit er das Opfer erfüllen könne, für welches wir nicht den Mut haben, es anzunehmen. Das Kreuz, welches der Hl. Pio hatte, ist nichts anderes als das Kreuz von uns allen. Und Gott hat es ihm gegeben, weil er weiss, dass wir das Kreuz der Sühne für unsere Sünden nicht auf uns nehmen wollen. Euch allen, denen ich eine Hilfe schenken darf, eine immer bessere Kenntnis über den Hl. Pio zu erwerben, wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Don Vincenzo Carone (Koord. Servi della Sofferenza)
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