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Im Kampf zwischen Gut und Böse
 “Die geistige Finsternis dauert über unzählige Stunden, Tage oft sogar Wochen an … wenn ich mich in dieser Nacht befinde, kann ich Euch (dem geistlichen Führer) nicht sagen, ob ich mich dann im Fegefeuer oder in der Hölle befinde … wenn ich in dieses dunkle Gefängnis falle, verliere ich sofort die Erinnerung an all jene Gefälligkeiten, mit denen der Herr meine Seele so reich beschenkt hat … es ist eine unendliche Wüste der Finsternis, der Niedergeschlagenheit, der Unempfindlichkeit. Es ist der Geburtsort des Todes, die Nacht der Verlassenheit, die Höhle der Trostlosigkeit, hier ist die arme Seele von ihrem Gott entfernt und alleine mit sich selbst.“ In seinem Leben zeigt der Heilige Pio die Merkmale eines tragischen Kampfes zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis. In seinem Geiste hat er die Realität unserer Sünden und der Sünden der ganzen Welt gelebt. Wer eine Sünde begeht, tut das, was vor dem Herrn schlecht ist. Der Sünder ist derjenige, der Gott nicht kennen will. In ihm gibt es keine Gottesfurcht, weil ihn Gott von sich entfernt. Der Heilige Pio wurde zur Hölle verurteilt, um uns zu helfen, uns von dieser Situation, in welcher wir uns befinden, zu befreien, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Die Sünde macht den Menschen so unrein, dass er nur durch die Wüste der Finsternis, der Niedergeschlagenheit und der Unempfindlichkeit gereinigt werden kann. Jesus hat gesagt, dass die Sünden vom Herzen des Menschen, von seinem Inneren stammen. Es handelt sich immer um eine persönliche Verantwortung, die der Mensch trifft, denn die Sünde drückt eine freie Entscheidung des Menschen aus. Damit der Sünder zu Gott zurückkehren kann, braucht er eine besondere Kraft, die er nicht besitzt, weil er alle Gnaden, die ihm Gott geschenkt hat, zerstört hat. Er ist von Gott entfernt und alleine mit sich selbst. Der Heilige Pio ist an unsere Stelle in die Hölle der Sünde eingetreten und hat uns die Kraft gegeben, uns wieder auf den Weg des Heils zu begeben. Er war ständig in einer Wüste der Finsternis und so ist er zur Quelle jenes geheimnisvollen Lichtes geworden, der Vielen wieder Hoffnung gab, die nicht mehr in der Lage waren wieder anzufangen. Die vielen persönlichen Sünden, die von den Menschen begangen wurden, sind von Gott alle zusammengefasst worden und wirken sich auf die ganze Menschheit aus. Die Initiativen, die Richtungen, die Durchführungen, Institutionen, wie Familie, Regierung, Wirtschaft, etc. – sie alle tragen das Zeichen des Bösen aller Sünden der Menschen. So entwickelt sich in der Welt ein Tausch, der schwierig zu verstehen ist: Die Sünden der einzelnen Menschen verunreinigen Bildung und Kultur der Völker. Die so verdorbene Kultur beeinflusst entscheidend das Leben und das Verhalten der einzelnen Menschen. Das Böse, das aus dem Herzen des Menschen erwächst, dehnt sich auf die Familie, die Kirche, den Arbeitsplatz aus und verdirbt alle menschlichen und sozialen Strukturen. Diese Strukturen beeinflussen dann entscheidend das Leben eines jeden einzelnen Menschen. Der zusammen mit Jesus gekreuzigte Pater ist für die ganze Welt ein Zeichen der Hoffnung und Versöhnung mit Jesus geworden, der stirbt, um die Welt von der Sünde zu befreien. Die Leiden des Heiligen Pio können uns nicht die Rettung geben. Durch sie aber haben wir die Gnaden erhalten, damit sich unser Herz auf Jesus richtet. So wie sich die Sünden eines jeden Menschen mit ihrer zerstörerischen Kraft auf die Welt auswirken, so wirken sich Gebet und Leiden des Heiligen Pio im Herzen eines jeden Menschen aus, in Form einer geistlichen Hilfe, die den Weg zu Christus, unsere Rettung, ebnet. Die Kirche erklärt uns das wunderbare Mysterium der Gemeinschaft der Heiligen. Jede Seele, die sich erhebt, erhebt die Welt, jede Seele, die sich zur Sünde hinab lässt, zieht die Welt mit sich hinab. Alle guten Christen helfen mit ihrer Treue zum Evangelium, dass die Kirche besser wird. Das Geschenk der Kreuzigung, das der Heilige Pio erhalten hat, ist ein Geschenk der Rettung und der Liebe, das Jesus uns allen erwiesen hat.
Don Vincenzo Carone (Koord. Servi della Sofferenza)
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